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Wie alt wird ein Dobermann?

Der Dobermann wird im Schnitt 10-13 Jahre alt. Für seinen Besitzer eine viel zu kurze Zeit. Und natürlich mag niemand im Vorfeld an den Zeitpunkt des Abschieds denken, wenn ein süßer Welpe ins Haus kommt.

Damit dieser gefürchtete Tag noch in weiter Ferne liegt, kannst Du darum einiges tun, um dem Dobermann ein schönes und gesundes Hundeleben zu schenken.


Was beeinflusst die Lebenserwartung des Dobermanns?

8-13 Jahre ist nur ein durchschnittlicher Wert. Es gibt natürlich auch einige Rassevertreter, die leben demnach deutlich länger oder eben manchmal auch kürzer. Wie gut oder schlecht die Lebenserwartung des Dobermanns ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Haltungsbedingungen (Zwinger oder im Haus)
  • Ernährung (Mangelerscheinungen oder Überversorgung)
  • Gewicht (Übergewicht sehr nachteilig)
  • Bewegung
  • Kastration der Hündin kann vor Mammatumoren schützen
  • Medizinische Versorgung
  • Stadthunde leben im Schnitt etwas kürzer, als ihre Artgenossen auf dem Land
  • Erbliche bedingte Krankheiten oder Alterskrankheiten wie DCM oder Krebs
  • Körpergröße und Gewicht sollten in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen

Besonders letzterer Punkt gibt dem Dobermann einen Vorteil gegenüber anderen großen Hunderassen. Trotz einer Größe von rund 61-72 cm ist er ein sehr schlanker und sportlicher Hund. Wohingegen massige Vierbeiner, wie etwa Rottweiler oder Bernhardiner eine geringere Lebensdauer haben.

Lebenserwartung Dobermann
Lebenserwartung Dobermann: was beeinflusst die Lebensdauer des Dobermanns

Welche Rolle spielt Krebs bei der Lebenserwartung?

Etwa jeder fünfte Hund (egal welcher Rasse) erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. Dass die Häufigkeit dieser Krankheit heutzutage zugenommen hat, liegt daran, dass durch eine gute tiermedizinische Versorgung die Vierbeiner einfach viel älter werden, als dies noch vor wenigen Jahrzehnten der Fall war. Und mit zunehmendem Alter steigt nun mal die Wahrscheinlichkeit für Krebs.

Immer mit Blick auf die Lebensqualität des Hundes kann Krebs auf verschiedene Arten behandelt werden:

  • Operative Entfernung des Tumors
  • Bekämpfung mittels Medikamenten (Chemotherapie)
  • Strahlentherapie, die entweder von außen auf den Hund einwirkt, oder als radioaktive Substanz injiziert wird.

Zusätzlich werden meist schmerzlindernde Medikamente verabreicht, um dem Hund die Therapie zu erleichtern. Krebs kann allerdings oft nicht vollständig geheilt werden, sondern der Krankheitsverlauf wird nur gedrosselt. Bestimmen Schmerzen und Unwohlsein das Leben ihres Vierbeiners, dann hilft oft nur eine Euthanasie, um sein Leiden zu beenden.

DCM – Heimtückische Krankheit, die das Leben des Dobermanns abrupt beendet

Die Abkürzung DCM kommt aus dem Englischen und steht für „Dilated Cardio-Myopathie„. Diese Herzerkrankung ist vermutlich genetisch bedingt, wobei eine Unterfunktion der Schilddrüse auch als möglicher Auslöser gewertet wird. DCM ist unter Dobermann-Haltern sehr gefürchtet, denn betroffene Hunde zeigen meistens keinerlei Anzeichen. Viele kippen einfach plötzlich tot um, was ein großer Schock für die Besitzer ist.

Das Fehlen von Symptomen macht es äußerst schwierig, die Krankheit frühzeitig zu entdecken. Selbst wenn das Problem irgendwann erkannt wird, überlebt der Dobermann manchmal nur noch wenige Monate. Besorgte Besitzer können vorsorglich Kontrolluntersuchungen mittels Langzeit-EKG vornehmen lassen. Auch ein Herzultraschall kann Aufschluss über das individuelle Risiko geben.

Heilbar ist DCM leider nicht. Die Herzschwäche sorgt bei Dobermännern sogar für mehr Todesfälle, als Krebs und andere Tumore. Die meisten betroffenen Hunde sterben vor dem siebten Lebensjahr. Es gibt jedoch Medikamente, die den Krankheitsverlauf drosseln und die Lebenserwartung des Dobermanns etwas verlängern können. Solange eine gewisse Lebensqualität gegeben ist, sollte die Therapie fortgesetzt werden.


Die Lebensdauer vom Dobermann im Vergleich zu anderen Hunderassen

Lebensdauer des Dobermanns im Vergleich mit anderen Hunderassen
Lebensdauer des Dobermanns im Vergleich mit anderen Hunderassen

Kleine Hunderassen

Chihuahua: 10-18 Jahre
Malteser: 12-15 Jahre
Yorkshire Terrier: 13-16 Jahre
Mops: 12-15 Jahre

Mittlere Hunderassen

Border Collie: 13-16 Jahre
Beagle: 12-15 Jahre
Deutscher Pinscher: 12-14 Jahre
Boston Terrier: 13-15 Jahre

Große Hunderassen

Bernhardiner: 8-10 Jahre
Deutsche Dogge: 6-8 Jahre
Rottweiler: 8-10 Jahre
Dobermann: 8-13 Jahre


Was passiert, wenn der Dobermann altert?

Kommt Dein Dobermann langsam aber sicher ins Seniorenalter, stellst Du sicherlich einige Veränderungen an ihm fest. Diese kommen nicht von heute auf morgen, sondern geschehen eher schleichend. Anzeichen für einen alternden Hund sind unter anderem:

  • Das Fell wirkt nicht mehr so schön glänzend, sondern wird ein wenig stumpf und struppig. Außerdem wirst Du immer mehr graue Haare finden, vor allem im Gesicht.
  • Dein Dobermann wird nun vermehrt schlafen und dösen. Er braucht länger, um sich zu erholen und seine Akkus wieder aufzuladen.
  • War er früher den ganzen Tag aktiv, wollte spielen und liebte ausgedehnte Spaziergänge, so tritt der Senior im Alter etwas kürzer und geht es etwas ruhiger an. Beschäftigung ist beim Hund immer noch sehr beliebt und für die Gesundheit wichtig, allerdings sollte das Pensum entsprechend angepasst werden, um den Vierbeiner nicht zu überlasten.
  • Wie bei uns Menschen treten altersbedingte Krankheiten auf. Vielleicht wird Dein Dobermann etwas steif in den Gelenken oder bekommt Rückenprobleme. Eine Hunderampe (günstige Hunderampe bei Amazon) kann bei Autofahrten zum Tierarzt und Ausflügen helfen, den Hund zu schonen.
  • Frisst der Dobermann immer noch gerne und viel, bewegt sich aber nicht mehr ausreichend, kann er schnell ein paar Pfunde zu viel auf die Waage bringen, die sich negativ auf seine Lebenserwartung auswirken können. Bei Bewegungsunlust sollten darum die Rationen gekürzt oder auf Seniorenfutter umgestellt werden.
  • Möglich, dass sein Hör- und Sehvermögen im hohen Altern nachlässt. Der Dobermann meint es also keinesfalls böse, wenn er auf Kommandos nicht mehr so prompt reagiert. Er kann Dich womöglich einfach nicht mehr besonders gut verstehen. Mache außerdem auf Dich aufmerksam, ehe Du den Dobermann anfasst, damit er nicht erschrickt.
  • Selten kann es vorkommen, dass der Hund plötzlich nicht mehr stubenrein ist. Bei einer solchen Altersinkontinenz vermag Dein Vierbeiner nicht mehr so lange einzuhalten wie früher oder kann seine Ausscheidungen vielleicht gar nicht mehr kontrollieren. Hundewindeln, ein Platz im Haus, wo er sich jederzeit lösen darf oder unbegrenzter Zugang zum Garten können das Problem ein wenig eindämmen.
Dobermann wird alt
Mein Dobermann wird alt: wie macht sich das bemerkbar?

Wie kann ich die Lebensdauer des Dobermanns verlängern?

Wann der Dobermann uns einmal verlassen wird, weiß niemand. Trotz guter Pflege kann er plötzlich erkranken oder einen Unfall haben. Ganz gemein ist auch der plötzliche Tod durch DCM. Dennoch kannst Du einiges zu einem gesunden und schönen Hundeleben beisteuern, sodass der Dobermann auch im Alter glücklich und vital ist. Ein gesunder, ausgeglichener, gepflegter und umsorgter Hund hat nämlich die besten Chancen, ein schönes und hohes Alter zu erreichen.

1. Wähle nur den besten Züchter!

Kaufe Deinen Dobermann nur von serösen Züchtern. Damit diese für ihre Tiere eine Zuchtzulassung erhalten benötigt es tiermedizinische Gesundheitszeugnisse und charakterlich einwandfreie Elterntiere. Die Chancen auf körperlich und geistig fitten Nachwuchs sind damit sehr hoch. Finger weg hingegen von Wühltischwelpen. Die Zuchtbedingungen in den Vermehreranlagen sind oft schmutzig und schlecht. Krankheiten können sich sehr leicht ausbreiten und auch genetische Erkrankungen sind recht häufig, weil auf Genetik und Gesundheit wenig Wert gelegt wird.

2. Impfen und entwurme regelmäßig.

Lass den Dobermann regelmäßig gegen gefährliche Krankheiten impfen und etwa vierteljährlich entwurmen. Spätestens aber vor einer Auffrischimpfung solltest Du vorsichtshalber mögliche Parasiten loswerden, da der verabreichte Impfstoff in einigen Fällen ansonsten nicht richtig wirken könnte. Ein guter Impschutz ist wichtig, da Dein Hund tödlichen Infektionskrankheiten sonst schutzlos ausgeliefert ist.

3. Zahnstein entfernen lassen

Oder besser noch: Lass es gar nicht erst so weit kommen. Durch artgerechtes Futter wird die Zahnsteinbildung minimiert und womöglich auch nie ein Problem sein. Gute Kausnacks und Zahnpflegespielzeug sind ebenfalls zur Prävention geeignet. Zahnstein ist nicht nur lästig für den Hund und kann zu Schmerzen und Fressunlust führen, sondern kann sogar Herzkrankheiten und anderen organischen Beschwerden zur Folge haben. Siehe auch: Dobermann Pflege

4. Kastration

Ob Hunde länger leben, wenn sie kastriert wurden, ist umstritten. Medizinisch gesehen ist der Eingriff auch eigentlich nicht notwendig. Allerdings kann eine frühe Kastration eine Hündin vor gefährlichen Gesäugetumoren schützen. Allerdings nur, wenn die Dobermann-Dame vor oder nach ihrer ersten Läufigkeit kastriert wird. Ansonsten ist das Risiko nahezu gleich hoch, wie bei nicht kastrierten Hündinnen.

5. Gesunde Ernährung

Füttere nur hochwertiges Futter mit wenigen Füllstoffen, wie beispielsweise Getreide, weil diese Allergien auslösen können und wenig verwertbare Nährstoffe enthalten. Es darf ruhig etwas Abwechslung in den Napf, aber serviere nicht jede Woche eine neue Futtersorte. Variiere stattdessen ein wenig zwischen Nass- und Trockenfutter oder biete ab und an etwas gekochtes Hühnchen oder Rohfutter an. Sei außerdem sparsam mit Leckerlis, da Übergewicht beim Dobermann die Lebenserwartung verringern kann. Ebenfalls wichtig: Sauberes Trinkwasser und saubere Näpfe.

6. Ausreichend Bewegung

Der Dobermann ist ein aktiver Hund, der gern überall mit dabei ist und nichts gegen sportliche Menschen hat, im Gegenteil. Biete Deinem Vierbeiner darum ein gesundes Maß an Bewegung, übertreibe es aber nicht. Vor allem im ersten Lebensjahr. Neben der körperlichen Ertüchtigung ist die geistige Auslastung des Hundes genauso wichtig. Beim täglichen Training und Spiel darfst Du also ruhig auch seine Intelligenz fordern.

Dobermann braun, Hündin
Ausreichend Bewegung ist nicht nur für den Dobermann gut. Du selbst profitierst auch von der zusätzlichen Bewegung an der frischen Luft!

7. Gefahren im Straßenverkehr meiden

Auch ein supererzogener Hund kann einen Unfall verursachen. Sei darum besonders wachsam, an viel befahrenen Straßen oder wenn Du bei hohem Passantenaufkommen Gassi gehst.

Giftköder
Vorsicht vor Giftködern!

Lass den Hund nur von der Leine, wenn er hundertprozentig abrufbar ist, und stell sicher, dass er unterwegs nichts frisst, was er findet. Giftköder werden leider immer häufiger. Vorsicht auch bei Begegnungen mit fremden Hunden. Selbst wenn Dein Dobermann gut sozialisiert ist, könnte der andere Hund ihn angreifen oder eine Krankheit bzw. Parasiten übertragen.

Fährt der Dobermann im Auto mit, sollte er dort natürlich entsprechend gesichert werden. Ein Hundegurt mit doppelter Anbindung leistet gute Dienste, wenn der Vierbeiner auf der Rückbank Platz nimmt. Besser ist jedoch eine entsprechend große Transportbox, die quer zur Fahrtrichtung aufgestellt wird. Im Optimalfall im Kofferraum. So sind Hund und zweibeinige Insassen am besten geschützt.

8. Hundefreundlicher Haushalt

In Haus und Garten lauern viele Gefahren für Hunde. Giftige Pflanzen, Putzmittel, Dünger, Medikamente usw. Räume solche Sachen bitte aus der Reichweite des Tieres. Falls Du einen Garten oder Balkon hast, sollten diese zudem ausreichend gesichert sein. Für den sportlichen Dobermann ist es nämlich ein Leichtes über Geländer und Zäune zu springen.

Außerdem sollte sämtliches Hundezubehör im Haus stets gut in Schuss gehalten und regelmäßig gereinigt werden. Dazu gehören nicht nur Trink- und Futternäpfe, sondern auch Schlafplätze, Pflegeutensilien, Leine, Halsband, Geschirr, Transportbox, Spielzeug und vieles mehr.

9. Haltungsbedingungen

Der Dobermann braucht sein Rudel, also Dich und Deine Familie, um glücklich zu sein. Sie können manchmal sogar regelrechte Ein-Personen-Hunde sein, lieben aber meistens alle Mitglieder gleichermaßen. Darum ist eine Zwingerhaltung für den Dobi keinesfalls geeignet, erst recht nicht, wenn sie dauerhaft sein soll. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Hunderasse über keinerlei Unterwolle verfügt und somit kalten Temperaturen schutzlos ausgeliefert ist. Wenn da keine isolierte Schutzhütte im Zwinger steht, leidet der Hund enorm bei Wind, Kälte und Regen. Sorge also besser für Familienanschluss und für ein warmes Plätzchen im Haus.

10. Soziales Umfeld

Manchmal wollen Hunde einfach Hunde sein. Schön, wenn Dein Dobermann darum hin und wieder ausgelassen mit anderen Vierbeinern spielen und toben kann. Sozialkontakte sind nämlich sehr wichtig für das Wohlbefinden und sollten unbedingt ermöglicht werden. Zum Beispiel im Hundepark oder der örtlichen Hundeschule.

11. Tägliche kurze Kontrollen

Untersuche Deinen Dobermann täglich für ein paar Minuten, z.B. während der Fellpflege. Achte auf Verletzungen, Schwellungen, Verhaltensänderungen, Parasiten, Ausfluss, usw. Prüfe kurz Ohren, Augen, Maul, Fell, Haut, Ausscheidungsorgane, Nase und Pfoten des Dobermanns. Je eher Du Krankheitssymptome und Auffälligkeiten entdeckst, umso wahrscheinlicher und schneller wird eine Heilung.


Der Dobermann geht über die Regenbogenbrücke – Mein Dobermann stirbt – Abschied nehmen

Der Tag, der einmal in so weiter Ferne lag, ist schlussendlich gekommen. Es heißt Abschied nehmen von einem lieben Haustier, Freund und vierbeinigem Familienmitglied. Vielleicht hast Du Glück und der Dobermann schläft friedlich zu Hause ein. Die Mehrheit der Hundebesitzer muss dem treuen Begleiter allerdings mit Hilfe des Tierarztes Lebewohl sagen. Ein schwerer Schritt.

Mein Dobermann stirbt und geht über die Regenbogenbrücke. Abschied nehmen.
Mein Dobermann stirbt und geht über die Regenbogenbrücke. Abschied nehmen.

Die Gründe, warum der Dobermann eingeschläfert werden muss, sind vielfältig. Mangelnde Lebensqualität, schwere Krankheit, ein Unfall oder chronische Schmerzen beispielsweise. Als verantwortungsvoller Besitzer machst Du Dir die Entscheidung natürlich nicht leicht, dennoch sollte sie immer zum Wohle des Vierbeiners gefällt werden. Auch, wenn Du eigentlich noch nicht bereit bist loszulassen und Dir ein Leben ohne Deinen Dobermann nicht vorstellen kannst.

Bei Unsicherheiten kannst Du Dich mit einem Tierarzt beraten. Er wird Dir genau erläutern, welche Behandlungsmöglichkeiten es möglicherweise gibt und wie die anschließende Prognose für Dein Tier lautet. Unnötig quälen sollte sich der Dobermann allerdings nicht.


Wo und wie Abschied vom Dobermann nehmen?

Muss Dein Dobermann eingeschläfert werden, kannst Du dies entweder in der Tierarztpraxis vornehmen lassen oder bittest den Arzt um einen Hausbesuch. Welchen Weg Du wählst, hängt auch ein wenig davon ab, was nach der Euthanasie mit dem Hund geschehen soll. Kannst oder willst Du ihn nicht beerdigen, dann bleibt er womöglich direkt in der Praxis.

Den Dobermann beim Tierarzt einschläfern lassen
Den Dobermann beim Tierarzt einschläfern lassen

Hier einige Tipps, damit der Abschied in der Praxis etwas leichter fällt:

  • Um unnötige Wartezeiten und ein volles Wartezimmer zu vermeiden, bitte um einen Termin gleich zu Beginn oder ganz am Ende der Sprechzeiten. Wenn möglich, wäre außerhalb der regulären Öffnungszeiten am besten.
  • Lasse Dir die Rechnung zuschicken oder zahle den Betrag vorab. So musst Du Dir an diesem schweren Tag keine Sorgen darum machen.
  • Möchtest Du den Dobermann anschließend wieder mitnehmen, denke an eine Decke oder ein Laken, um ihn darin einzuwickeln.
  • Frage nach, ob Dir nach der Euthanasie noch ein wenig Zeit eingeräumt wird, um Abschied zu nehmen. Einige Praxen haben sogar spezielle Räume für das Einschläfern.
  • Nimm ein paar Taschentücher mit.
  • Fahre anschließend nicht aufgewühlt und todtraurig Auto. Bitte lieber jemand anderen Dich zu fahren und zu begleiten.

Wenn Du Dich hingegen für das Einschläfern zu Hause entscheidest, solltest Du den Tierarzt allerdings vorab fragen, ob er dazu bereit wäre, da nicht jeder Hausbesuche anbietet, weil es mit mehr Aufwand verbunden ist. In der Regel ist dies aber kein Problem.

Dem Vierbeiner in den eigenen vier Wänden Lebewohl zu sagen hat gleich mehrere Vorteile:

  • Du, Deine Familie und der Dobermann seid in Eurer gewohnten Umgebung.
  • Trauer und Tränen werden leichter zugelassen, was den Trauerprozess positiv begünstigt.
  • Dem Hund wird die (möglicherweise lange) Anfahrt in die Praxis erspart.
  • Viele Vierbeiner empfinden Panik, Angst und Unwohlsein in den sterilen Tierarzträumen.
  • Nach dem Eingriff hast Du so viel Zeit, wie Du möchtest, um Abschied zu nehmen.
  • Der Hund kann auf seinem gewohnten Platz liegen, Du kannst seinen Kopf in Deinen Schoß betten, Dich neben ihn legen usw. Was auch immer für Euch beide komfortabel ist und den Tierarzt nicht behindert.

Lass Dir den Ablauf der Euthanasie einige Zeit vor dem Eingriff genau erklären, damit Du alles verstehst und weißt, was an dem Tag auf Dich zukommt. So kann es beispielsweise sein, dass der Hund während des Einschläferns krampft oder Geräusche macht. Sei unbesorgt. Er spürt nichts mehr und hat keinerlei Schmerzen. Ebenso ist es möglich, dass der Dobermann nach der Euthanasie noch Muskelzuckungen hat oder unter sich macht. Auch dies muss Dich nicht beunruhigen. Es sind keine Lebenszeichen.


Wenn Kinder um den Dobermann trauern

Für Kinder und Jugendliche ist der Tod des Dobermanns oftmals ein Schock. Er hat sie bisher ihre ganze Kindheit lang begleitet, war Freund und Vertrauter. Dass er gehen muss, verstehen vor allem die ganz Kleinen noch nicht so recht. Viele Fragen werden auf Dich einprasseln. Versuche diese so ehrlich und kindgerecht wie möglich zu beantworten.

Die Trauer ist vor allem bei Kindern sehr groß wenn der Hund stirbt
Die Trauer ist vor allem bei Kindern sehr groß wenn der Hund stirbt

Ein bisschen Flunkern sei erlaubt, aber lüge nicht und erzählen beispielsweise nicht er sei weggelaufen, bei einer anderen Familie oder Ähnliches. Die Trauer und Sehnsucht wird noch größer sein. Zwar haben Kinder oftmals noch keine genaue Vorstellung von Endgültigkeit, doch solltest Du schon erklären, dass der geliebte Hund nicht wieder kommt. Nutze das Bild von der Regenbogenbrücke oder einem Tierhimmel, in dem es Eurem Vierbeiner nun wieder gut geht, er keine Schmerzen hat und wie ein junger Hund rumspringen kann.

Je nach Alter könnte auch der Wunsch aufkommen, beim Einschläfern mit dabei zu sein. Es kann einerseits helfen, zu verstehen und Abschied zu nehmen, andererseits könnte der Anblick sehr belastet sein. Besprecht dies ausführlich und trefft eine gemeinsame Entscheidung.

Um gemeinsam Lebewohl zu sagen, könnt Ihr Folgendes versuchen:

  • Jeder erzählt eine schöne oder lustige Geschichte über Euren Dobermann
  • Ihr zündet eine Kerze an oder stellt ein Bild auf
  • Bastelt gemeinsam Grabschmuck, wie etwa einen Blumenstrauß
  • Beschriftet und bemalt einen großen Stein und verwendet ihn als Grabstein. Oder bemalt ein Laken, in das der Dobi gewickelt wird
  • Die Kinder malen ein Bild oder schreiben eine kleine Botschaft für den Hund. Diese Abschiedsbriefe können mit ins Grab gelegt werden.

Der Dobermann ist tot, was passiert nun mit ihm?

1. Verbleib beim Tierarzt
Lässt Du den Dobermann nach dem Einschläfern beim Tierarzt, so wird er dort meistens einige Zeit lang mit anderen Heimtieren in einem gekühlten Raum aufbewahrt. Schließlich wird er von der Tierkörperbeseitigung abgeholt und aus Seuchenschutzgründen verbrannt.

2. Bestattung auf einem Tierfriedhof
Ein Tierfriedhof gibt Dir gleich mehrere Möglichkeiten. Du kannst den Hund dort in einer Urne oder klassisch in einem Tiersarg beisetzen lassen. Für den Grabplatz, der meist für mehrere Jahre gemietet wird, hast Du zudem viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Lass Dich vor Ort beraten oder suche einen Tierbestatter auf. Ein Tierfriedhof bietet einen wundervollen Platz zum Trauern und Abschied nehmen.

Den Dobermann auf dem Tierfriedhof begraben.
Den Dobermann auf dem Tierfriedhof begraben.

Übrigens: Wenn Du den Hund einäschern lässt, so musst Du ihn nicht zwingend auf einem Tierfriedhof beerdigen. Du darfst die Asche auch zu Hause aufbewahren oder sie an einem schönen Ort verstreuen. Eine Alternative für all diejenigen, die den Hund nicht in einem Garten begraben können.

3. Beisetzung auf dem eigenen Grundstück
Unter bestimmten Auflagen ist es gestattet, Hunde im eigenen Garten zu begraben. Da die Vorgaben je nach Stadt oder Gemeinde verschieden sind, solltest Du Dich zuvor genau erkundigen und gegebenenfalls einen formlosen Antrag stellen. Allgemein gelten folgende Voraussetzungen:

  • Bei dem Garten muss es sich um Privatbesitz handeln
  • Das Grundstück darf nicht in einem Wasserschutzgebiet liegen
  • Es gelten Mindestabständen zu benachbarten Grundstücken, öffentlichen Wegen und Plätzen
  • Das Grab muss tief genug sein, sodass der tote Hund hinterher von mindestens 50 cm Erde bedeckt wird
  • Wickel den Dobermann in Material, das leicht verrotten kann, wie eine Wolldecke oder ein Bettlaken
  • Handelt es sich um einen Gemeinschaftsgarten, so ist von allen Mietparteien bzw. Wohnungsbesitzern das Einverständnis einzuholen.
Meinen Dobermann im eigenen Garten vergraben. Worauf muss ich achten?
Meinen Dobermann im eigenen Garten vergraben. Worauf muss ich achten?

4. Aus dem Dobermann wird ein Baum

Aus dem Dobermann wird ein Baum
Mit der Bio-Urne wird die Asche zusammen mit Baum-Samen in einer kompostierbaren Urne vergraben. http://urnabios.com/

Die Firma Urnabios hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, wie Du Deinen Dobermann beerdigen und ihm gleichzeitig viele Jahre gedenken kannst.

Sie verkauft biologisch abbaubare Urnen, die zum einen ganz klassisch mit der Asche des Vierbeiners befüllt werden, die aber zusätzlich noch einen Baumsamen enthalten.

Dieser Samen ist in einer separaten Kapsel im oberen Teil der Urne enthalten, die bei der Bestattung mit ein wenig Erde der Grabstelle gefüllt wird.

So kommt es zur Keimung und die entstehenden Wurzeln reichen schließlich in den tieferen Urnenteil mit der Asche. So werden die Überreste Deines Dobermanns langsam in den Wachstumsprozess eingebunden und es entsteht ein Baum, den Du übrigens zuvor aussuchen darfst. An diesem Baum kannst Du Dich viele Jahre lang erfreuen und Dich so immer an das geliebte Haustier erinnern.

5. Schmuck aus der Asche des Dobermanns
Ein Andenken, das Du immer bei Dir tragen kannst, sind Gedenkschmuckstücke. Ein Medaillon oder Schlüsselanhänger wird dazu beispielsweise mit ein klein wenig Asche des Vierbeiners befüllt und fest verschlossen. Wer möchte, kann aus der Asche seines Hundes auch einen Diamanten pressen lassen.

Dieses etwas kostspieligere Verfahren dauert mehrere Wochen und am Ende erhälst Du eine Erinnerung für die Ewigkeit in Form eines echten Diamanten. Du kannst diesen anschließend in einen Ring, Anhänger oder ein beliebiges anderes Schmuckstück einsetzen lassen.

6. Pfotenabdruck
Egal, ob farbiger Tintenabdruck oder Gipsabdruck. Die Pfote des Dobermanns zu verewigen und anschließend einzurahmen oder aufzuhängen ist eine schöne Erinnerung.

Einige Tierbestatter bieten dies professionell an, Du kannst diese Erinnerung allerdings auch zu Hause selbst vornehmen. Wird noch der Name und vielleicht Geburts- und Sterbedatum hinzugeschrieben, hast Du einen kleinen Platz zum Gedenken in Deinem Haus geschaffen. Eine schöne Art der Erinnerung auch für Kinder, die übrigens auch schon zu Lebzeiten des Hundes angefertigt werden kann.


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Wie alt ist Dein Dobermann (geworden)? Bitte hinterlasse einen Kommentar und erzähle von Deinem treuen Begleiter!

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