Dobermann Parasiten: Flöhe, Zecken, Würmer, Wurmkur


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Dobermann und Parasiten: Flöhe, Zecken, Würmer, Wurmkur

Auch der gepflegteste Hund kommt hin und wieder mit unliebsamen Parasiten in Kontakt.

Eine Ansteckung ist oft sehr einfach und auf jedem Spaziergang möglich. Manchmal wird ein Befall allerdings vom Besitzer nicht sofort entdeckt, weil es eine Weile dauern kann, bis sich erste Symptome zeigen. Einmal entdeckt, können die ekligen Gäste normalerweise aber zum Glück schnell beseitigt werden.

Wird der Vierbeiner nicht behandelt, wenn er Parasiten im Fell, den Ohren oder im Verdauungstrakt hat, kann dies jedoch teils gefährliche gesundheitliche Konsequenzen haben und sogar die Lebenserwartung des Dobermanns verkürzen. Darum sollten Sie stets ein Auge auf Ihren Liebling haben und bei ersten Anzeichen für kleine Untermieter sofort eine Tierarztpraxis aufsuchen.

Leider gibt es immer wieder mal nach einem Spaziergang im Wald einen Zeckenbefall.
Leider gibt es immer wieder mal nach einem Spaziergang im Wald einen Zeckenbefall.

Warum sind Parasiten beim Dobermann auch für mich gefährlich?

Es gibt Erkrankungen (Zoonosen genannt), die können vom Hund auf den Menschen und umgekehrt übertragen werden. Dies bedeutet, Sie können sich mit Infektionskrankheiten, aber auch Parasiten von Ihrem Dobermann anstecken.

Allerdings sind solche Zoonosen ausgesprochen selten. Wer einige Hygienemaßnahmen beherzigt, wird sich so gut wie nie bei seinem Vierbeiner anstecken:

  • Auf Spaziergängen sammeln Sie den Kot des Dobermanns auf. Dies passiert zwar mit einem Beutel, trotzdem sollten Sie sich nach jeder Gassirunde die Hände waschen.
  • Ausgiebig gespielt oder Streicheleinheiten verteilt? Ebenfalls Händewaschen!
  • Lassen Sie den Dobermann nicht Ihr Gesicht oder Ihre Hände ablecken
  • Jegliches Hundezubehör regelmäßig reinigen und was darf, landet in der Waschmaschine ( bei min. 60°)
  • Hund weder auf Bett noch auf dem Sofa erlauben
  • Regelmäßige Wurm- und Flohkuren schützen Sie und Ihr Tier
  • Mindestens einmal am Tag den Dobermann auf Zecken absuchen

Zecken beim Dobermann

Eigentlich jeder Hundebesitzer, dessen Vierbeiner in der freien Natur laufen und spazieren geht, wird früher oder später diese kleinen Parasiten im Fell entdecken.

Zecken machen auch vor dem Dobermann nicht Halt.
Zecken machen auch vor dem Dobermann nicht Halt.

Zecken gehören zu den Spinnentieren. Sie nutzen den Dobermann nur vorübergehend als Wirt, indem sie sich festbeißen und sein Blut saugen. Normalerweise ist die Zecke nur wenige Millimeter groß, kann nach ihrer Mahlzeit aber auf über einen Zentimeter anschwellen. Ist sie satt und hat ihr Mahl beendet, lässt sie sich wieder fallen.

Zecken sind besonders gefährlich, da sie mit ihrem Speichel verschiedene Krankheiten auf den Hund übertragen können, falls sie nicht rechtzeitig entdeckt und entfernt werden. Dazu zählen:

  • Babesiose
  • Ehrlichiose (Zeckenfieber)
  • Borreliose
  • Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Je länger die Zecke Zeit hat zu saugen, umso höher ist ein Ansteckungsrisiko mit den oben genannten Krankheiten. Nach spätestens 10 Tagen ist die Zecke satt und verlässt den Dobermann. In Deutschland besonders weit verbreitet sind die Arten Holzbock (Möglicher Überträger von Borreliose und FSME) sowie die Auwaldzecke (Möglicher Überträger von Babesiose).

Woher bekommt mein Dobermann Zecken?

Eigentlich kann sich der Dobermann auf jedem Spaziergang Zecken einfangen. Sie lauern im Gras, im Gebüsch, in Hecken und Sträuchern und an vielen anderen Plätzen, wo der Hund nun einmal vorbeikommt. Die kleinen Plagegeister warten meist dabei mit ausgestreckten Vorderbeinen auf ihre Beute und registrieren mit Sensoren kleinste Veränderungen der Kohlenstoffdioxidkonzentration.

Babesiose durch Auwaldzecke
Babesiose durch Auwaldzecke

Zu solchen Schwankungen kommt es durch die verbrauchte Atemluft des Dobermanns und versetzt die Zecke in Alarmbereitschaft. Steckt der Dobi nun seine Schnauze in ein Gebüsch oder läuft durchs hohe Gras, so klammert sich der Blutsauger fest und sucht sich anschließend in Ruhe eine geeignete Stelle für die Blutmahlzeit.

Besonders beliebt sind sehr gut durchblutete Hautstellen, die zudem sehr dünn sind, wie beispielsweise die Ohren oder die Leiste. Sie können aber auch an jeder anderen Körperstelle zubeißen.

Leider machen die Zecken auch vor dem Dobermann nicht halt.
Leider machen die Zecken auch vor dem Dobermann nicht halt.

Wie entferne ich Zecken von meinem Dobermann?

Die gute Nachricht lautet: Die Zecke benötigt häufig mehrere Stunden, um eine optimale Stelle zum Saugen zu finden. So haben Sie nach der Gassirunde normalerweise genug Zeit, den Dobermann eingehend abzusuchen und noch krabbelnde Sauger schnell und mühelos mit der Zeckenzange zu entfernen. Im kurzen Fell des Dobis dürfte es zudem nicht allzu schwer sein, mögliche Plagegeister ausfindig zu machen.

Eine Zeckenkarte, eine herkömmliche Pinzette oder ein Zeckenhaken sind gut geeignet um die Zecken vom Dobermann zu entfernen.
Eine Zeckenkarte, eine herkömmliche Pinzette oder ein Zeckenhaken sind gut geeignet um die Zecken vom Dobermann zu entfernen.

Kam es bereits zu einem Biss, so können Sie ebenfalls die Zeckenzange zu Hilfe nehmen. Auch eine Zeckenkarte, eine herkömmliche Pinzette oder ein Zeckenhaken sind gut geeignet. Probieren Sie aus, welches Hilfsmittel Ihnen am meisten liegt. Greifen SIe die Zecke immer sehr nah am Kopf und ziehen Sie diese mit einer kontinuierlichen und schnellen Bewegung heraus.

Es ist unerheblich, ob der Parasit mit einer Dreh- oder geraden Bewegung entfernt wird. Hauptsache, Sie sind nicht zu zögerlich, denn durch Stress schüttet die Zecke vermehrt Speichel in die Blutbahn des Hundes, wodurch Krankheitserreger übertragen werden können. Niemals sollten Sie den Körper der Zecke packen. Die Chance ist groß, dass dieser beim Herausziehen reißt und der Kopf stecken bleibt.

Nicht geeignet für das Herausziehen sind außerdem die Finger. Außer vielleicht, die Zecke hat sich noch nicht festgebissen. Mit den bloßen Fingern können Sie nämlich nicht präzise genug greifen und quetschen die Zecke, wodurch sie ihren Darminhalt in den Hund entleert. Finger weg auch von Hilfsmitteln wie Klebstoff oder Öl.

Was mache ich, wenn der Kopf der Zecke stecken bleibt?

Sollten Sie dennoch einmal falsch zugepackt haben und der Kopf blieb in der Haut des Dobermanns stecken, so ist dies zunächst nicht weiter tragisch. Versuchen Sie ihn nachträglich mit einer Pinzette vorsichtig zu entfernen.

Ist dies nicht möglich, so beobachten Sie die Stelle die nächsten Tage gut. Oftmals fällt der Kopf irgendwann von alleine heraus. Wenn Sie nicht so lange warten möchten, oder der Rest der Zecke auch nach mehreren Tagen noch in der Haut steckt, so suchen Sie einen Tierarzt auf.

Ein Gang in die Tierarztpraxis ist ebenso angeraten, wenn Sie Rötungen oder Schwellungen um die Bissstelle bemerken.

 

Kann ich Zecken vorbeugen?

Einen hundertprozentigen Schutz vor Zecken gibt es nicht. Am effektivsten ist es immer noch, die Blutsauger nach jedem Spaziergang im Fell des Dobermanns zu suchen und vor dem Beißen zu entfernen. So ist ein Infektionsrisiko am geringsten.

Nahaufnahme einer Zecke: gemeiner Holzbock
Nahaufnahme einer Zecke: gemeiner Holzbock

Für besorgte Hundebesitzer gibt es jedoch einige Hilfsmittel auf dem Markt, die einen Befall vermeiden oder die Zecken nach einem Biss abtöten sollen:

1. Puder und Sprays wirken oft nur kurz und die Anwendung muss regelmäßig wiederholt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass sich der Dobermann nach dem Auftragen einige Zeit nicht das Fell leckt, da Giftstoffe sonst aufgenommen werden.

2. Spot-ons wirken recht zuverlässig und funktionieren wie eine Flohkur. Die Zecke kann zwar noch zubeißen, wird aber beim Trinken vergiftet und fällt ab. Manchmal stecken die toten Zecken noch mit dem Kopf im Hund fest und vertrocknen mit der Zeit. Diese kleinen Mumien sollten anschließend mit einer Zeckenzange entfernt werden.

3. Eine Borreliose-Impfung schützt zwar nicht vor dem eigentlichen Zeckenbiss, allerdings vor der von den Spinnentieren übertragenen Infektionskrankheit. Die Impfung ist jedoch nicht ganz unumstritten, da sie nicht gegen alle bekannten Borreliose-Erreger wirkt.

4. Viele Hundebesitzer schwören auf das Hausmittelchen Knoblauch und mischen es ihren Hunden regelmäßig unters Futter. Obwohl Knoblauch rein natürlich ist, ist seine Anwendung nicht ganz ungefährlich. In der falschen Dosierung ist er nämlich giftig für Hunde. Unter Hundefreunden wird diese Methode der Zeckenabwehr darum oft heiß diskutiert.

Wie sinnvoll ist ein Zeckenhalsband für den Dobi?

Die Nachteile des Zeckenhalsbandes überwiegen bei Weitem seine Vorteile, weshalb auf eine Nutzung besser verzichtet werden sollte:
Die Nachteile des Zeckenhalsbandes überwiegen bei Weitem seine Vorteile, weshalb auf eine Nutzung besser verzichtet werden sollte:

Die Nachteile des Zeckenhalsbandes überwiegen bei Weitem seine Vorteile, weshalb auf eine Nutzung besser verzichtet werden sollte:

  • Da das Halsband dauerhaft getragen wird, ist der Dobermann dem darin enthaltenen Nervengift den ganzen Tag lang ausgesetzt und es wird von seinem Körper kontinuierlich aufgenommen.
  • Personen kommen ebenfalls mit dem Gift in Kontakt, wenn sie mit dem Dobi spielen oder ihn streicheln. Besonders Kinder sind gefährdet, da sie gerne mit Haustieren kuscheln und sich intensiv mit ihnen beschäftigen, hinterher aber oft nicht die Finger waschen.
  • Andere Hunde sind der Gefahr ebenfalls ausgesetzt, falls sie mit dem Dobermann toben und raufen und dabei beispielsweise das Halsband belecken oder es beim spielerischen Packen des Nackens in die Schnauze nehmen.
  • Mit dem Halsband darf der Dobi auf keinen Fall gebadet werden oder zum Schwimmen in Seen und Flüsse springen. Die Giftstoffe gelangen so in den Wasserkreislauf und schädigen wiederum andere Lebewesen.

Hilfe, mein Dobermann hat Flöhe!

Floh unter dem Mikroskop
Floh unter dem Mikroskop

Flöhe sind etwa 2 mm große Insekten, die sich bei genauerem Hinsehen mit bloßem Auge gut erkennen lassen.

Die dunkelbraunen Plagegeister ernähren sich genau wie Zecken vom Blut ihrer Wirtstiere. Sie sind wahre Sprungmeister und schaffen Entfernungen von gut einem Meter.

So schaffen sie es mühelos auf ihren Wirt zu springen und von dort weiter auf andere Hunde oder sogar den Menschen.

Letzteres ist jedoch äußerst selten und kommt meistens nur bei einem sehr ausgeprägten Parasitenbefall vor.

Die Flohbisse sorgen für einen entsetzlichen Juckreiz und sind zudem noch gefährlich, da so sogar Bandwürmer auf den Hund übertragen werden können. Haben Sie Flöhe bei Ihnen zu Hause entdeckt, so könnten Sie selbst der Verursacher für diese Plage sein. Nicht selten tragen nämlich die Menschen Flöhe oder auch andere Parasiten mit den Schuhen oder der Kleidung ins Haus und infizieren so leider auch ihren Hund.

Wie erkenne ich einen Flohbefall beim Dobermann?

Ein erstes Symptom ist sehr häufiges und ausgiebiges Kratzen. Ihr Dobermann wird vielleicht zusätzlich sein Fell mit den Zähnen bearbeiten, kaut auf seinen Pfoten rum oder leckt sich unablässig. Ist der Hund von sehr vielen Flöhen befallen, so beißt und kratzt er sich unter Umständen sogar blutig oder bekommt kahle Stellen im Fell.

 Mit dem Flohkamm kann ein Flohbefall erkannt werden.
Mit dem Flohkamm kann ein Flohbefall erkannt werden.

Nehmen Sie einen Flohkamm als Hilfsmittel und suchen Sie die Haut Ihres Dobermanns gründlich nach Flöhen ab.

Diese sind sehr gut zu erkennen, bewegen sich schnell fort und hin und wieder werden Sie sogar einen Hopser sehen.

Manchmal bleiben die Flöhe auch direkt im Kamm hängen oder Sie finden nur schwarze Krümel, dies ist Flohkot. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, so klopfen Sie den Kamm auf einem feuchte Stück Küchenpapier aus.

Färben sich die Krümel rot, so ist es ohne Zweifel Flohkot, denn das darin unverdaute Blut sorgt für die rötliche Färbung.

Wie werde ich Flöhe beim Dobermann los?

Zum Glück werden Sie Flöhe auf dem Hund schnell wieder los. Bei einem leichten Befall helfen zum Beispiel spezielle medizinische Shampoos. Der Dobermann wird dazu gut eingeseift und anschließend lassen Sie das Mittel einige Zeit einwirken, ehe es wieder gut ausgespült wird. Auch Flohpulver helfen sehr gut. Massieren Sie dieses gründlich ins Fell und überall auf die Haut. Natürlich darf der Dobi sich anschließend nicht lecken, damit er nicht selbst das Nervengift aufnimmt. Reichen Sie ihm daher am besten einen Kauartikel, mit dem er lange beschäftigt sein wird, wie Ochsenziemer oder einen lecker gefüllten Kong. Auch ein ausgedehnter Spaziergang kann den Hund prima ablenken.

Igel sollen anscheinend oft von Flöhen befallen sein.
Igel sollen anscheinend oft von Flöhen befallen sein.

Haben die Blutsauger bereits überhand genommen und der Dobermann beherbergt einen ganzen Flohzirkus, so sollte zu stärkeren Mitteln gegriffen werden. Der Tierarzt wird Ihnen dazu ein Spot-on Präparat verschreiben, welches Sie ganz einfach zu Hause anwenden können. Dazu träufeln Sie die Flüssigkeit in der Pipette einfach dem Dobi in den Nacken oder zwischen die Schulterblätter. Achten Sie darauf, dass die Medizin direkt auf die Haut gelangt und nicht bloß aufs Fell. Am besten, Sie teilen die Nackenhaare dazu mit zwei Fingern. Der Wirkstoff verteilt sich von dort über den ganzen Hund und tötet innerhalb von 24 Stunden nahezu alle adulten Tiere, welche sich gerade zum Blutsaugen auf dem Dobermann befinden. Die Wirkung hält bis zu 4 Wochen an.

Wichtig: Lassen Sie den Hund etwa 1 Woche nach der Flohkur unbedingt noch entwurmen, da möglicherweise Bandwürmer durch die Flöhe übertragen wurden.

Muss ich bei einem Flohbefall auch die Umgebung behandeln?

Zur effektiven und endgültigen Ausrottung des Flohbefalls sollte neben dem Vierbeiner immer auch die Umgebung mitbehandelt werden. Da nur die erwachsenen Flöhe auf dem Hund sitzen und der überwiegende Teil, also Eier und Larven, sich immer in der unmittelbaren Umgebung aufhalten. Besonders überall dort, wo Ihr Dobermann gerne schläft, also Hundekorb, Sofa oder vielleicht sogar Ihr Bett. Werden die anderen Flohstadien nicht ebenfalls ausgerottet, so kann sich der Vierbeiner dort erneut anstecken und der Befall manifestiert sich erneut.

Wie befreie ich meine Wohnung effektiv von Flöhen?

  • Fußböden täglich heiß wischen
  • Teppiche, Sofa, Matratze und andere Polstermöbel gründlich absaugen und den Staubbeutel hinterher entsorgen
  • Wohntextilien bei mindestens 60° in der Maschine waschen
  • Hundebett täglich reinigen oder regelmäßig in die Waschmaschine stecken
  • Jegliches Hundezubehör reinigen oder mit Umgebungsspray vom Tierarzt behandeln und anschließend gut abspülen
  • Alles, was nicht gewaschen werden darf, sollten Sie in Plastiktüten stecken und für ein paar Tage ins Tiefkühlfach legen
  • Besprühen Sie Nischen, Ritzen, Körbchen und andere schlecht erreichbare oder schlecht zu reinigende Stellen mit Umgebungsspray gegen Flöhe
  • Chemiefreie Alternative: Dampfreiniger!
  • Reinigen Sie Trink- und Futternäpfe täglich mit heißem Wasser

Würmer

Hundespulwurm
Hundespulwurm

Eine Ansteckung mit Würmern ist relativ einfach und kann bei jedem Spaziergang passieren.

Sogar Welpen können sich im Mutterleib mit Würmern infizieren. Die Mehrheit der im Hund lebenden Würmer besiedelt dabei den Darmtrakt.

Es gibt jedoch diverse Arten, die befallen Organe, wie Herz und Lunge oder leben in Blutgefäßen. Wird ein Befall nicht behandelt, kann dies schwerwiegende Folgen für den Hund haben. Er erhält nicht mehr ausreichend Nährstoffe, hat Schmerzen, entwickelt Allergien oder erleidet Organschäden. Dabei ist eine Behandlung außerordentlich simpel und wirkt schnell.

Wieso hat mein Dobermann Würmer?

Dobermann - Wurmbefall - Würmer: So funktioniert es.
Dobermann – Wurmbefall – Würmer: So funktioniert es.

Fast jeder Hundebesitzer hat schon einmal Erfahrungen mit Würmern bei seinem Vierbeiner gemacht. Es gibt verschiedene Ansteckungswege:

  • Fressen oder Schnüffeln am Kot, welcher mit Wurmeiern infiziert ist
  • Ungeborene Welpen können sich im Mutterleib mit Rundwürmern anstecken
  • Ansteckung durch die Muttermilch beim Säugen
  • Durch Fressen von Aas, Zwischenwirten (z.B. Nagetiere) oder befallenem Schlachtfleisch
  • Flöhe können Bandwürmer übertragen
  • Durch das Wälzen in Kot oder Aas, gelangen Wurmeier an die Pfoten oder ins Fell und werden durch Lecken aufgenommen

Wie erkenne ich, ob mein Dobermann Würmer hat?

  • Nicht immer zeigt ein Hund Symptome
  • Runder, aufgebläht wirkender Bauch
  • Durchfall, teils blutig oder mit sichtbaren Würmern
  • Anhaltendes Würgen, Erbrechen (von Würmern) oder Husten
  • Glanzloses Fell
  • durch Juckreiz bedingtes Schlittenfahren und Lecken am After
  • Gewichtsverlust, obwohl der Dobermann gut frisst
  • Lustlosigkeit, Müdigkeit, Schwäche
  • Bei einem Bandwurmbefall kann man häufig die ausgestoßenen einzelnen Wurmsegmente im Kot, im Fell oder auf dem Schlafplatz des Hundes finden.
  • Andere Wurmarten zeigen sich nicht so offensichtlich. Tauchen Sie doch im Kot auf oder werden gar erbrochen, so ist der Befall sehr stark und sollte umgehend bekämpft werden.

Wann braucht mein Dobermann eine Wurmkur?

Wurmkur Dobermann
Wurmkur Dobermann

1. Tierärzte empfehlen häufig, alle drei Monate eine Wurmkur zu verabreichen. Diese eliminieren allerdings nur einen akuten Befall und wirken nicht präventiv. Es werden oft Medikamente verabreicht, die ein breites Wirkungsspektrum haben, also viele verschiedene Wurmarten gleichzeitig bekämpfen. Es gibt Wurmkuren in Pastenform, als Tablette oder sogar Injektion. Versteckt in einem kleinen Leckerbissen sind Tabletten oft eine gute Lösung.

2. Natürlich auf jeden Fall immer dann, wenn ein Befall entdeckt wird. Da die Anzahl der Würmer hier aber bereits sehr groß ist, hatte dies unter Umständen bereits gesundheitliche Folgen für den Hund, wie Schmerzen oder eine Mangelversorgung. Auch wer seinen Dobermann normalerweise vierteljährlich entwurmen lässt, sollte mit einem infizierten Hund immer sofort zum Tierarzt gehen.

3. Wer seinem Hund keine Medikamente zumuten will, die womöglich gar nicht notwendig sind, weil der Vierbeiner gerade keine Würmer hat, kann den Kot zuvor auf Parasiten untersuchen lassen. Dazu sollte alle 3 Monate eine Sammelkotprobe (über mindestens drei Tage) im tierärztlichen Labor abgegeben werden. Nur wenn ein Befall entdeckt wird, erfolgt die Wurmkur.

4. Wenn Ihr Dobermann sich gerne in Exkrementen anderer Tiere wälzt, kleine Nager oder Amphibien jagt, auf Spaziergängen Kot oder Aas frisst, wird der Veterinär unter Umständen eine engmaschigere Entwurmung empfehlen, zum Beispiel jeden Monat. Gleiches könnte auch angeraten sein, wenn kleine Kinder in Ihrem Haushalt leben sowie ältere oder immungeschwächte Personen.

Ganz wichtig: Besitzen Sie mehrere Hunde, so verabreichen Sie Wurmkuren immer gleichzeitig allen Tieren. Ansonsten könnten sie sich gegenseitig immer wieder anstecken. Achten Sie außerdem auf eine gute Hygiene und sammeln Sie die Hinterlassenschaften Ihrer Vierbeiner stets gewissenhaft ein.

Warum bekommen bereits Dobermannwelpen eine Wurmkur?

Das Infizieren mit Spul- oder Hakenwürmern ist bereits im Mutterleib möglich. Normalerweise wird der Züchter die Hündin darum vor der Trächtigkeit noch einmal entwurmen lassen, doch eine Wiederansteckung ist jederzeit möglich, wodurch die Welpen unter Umständen in Gefahr sind.

Deshalb wird der ganze Wurf samt Hündin etwa 2 Wochen nach der Geburt behandelt und das in vierzehntägigen Intervallen bis zur 12. Lebenswoche. Zieht der Dobermannwelpe bereits früher zu seinen neuen Besitzern, müssen diese die restlichen Wurmkuren verabreichen. Gegen Bandwürmer wird hingegen nur dann ein Medikament verschrieben, wenn ein tatsächlicher Befall vorliegt.


Milben

Kreislauf Milbe von den Eier zur Milbe
Kreislauf Milbe von den Eier zur Milbe

Genau wie Zecken gehören auch die Milben zu den Spinnentieren.

Es gibt eine ganze Reihe von Arten, welche teilweise Krankheiten auf den Dobermann übertragen können.

So verursachen Haarbalgmilben unter Umständen Demodikose und Räude kann durch Grabmilben entstehen.

Darüber hinaus infiziert sich der Hund gelegentlich mit Ohr- oder Grasmilben.

Was sind Anzeichen für einen Milbenbefall beim Dobermann?

Häufig leben Hund und Milben “friedlich” miteinander, ohne dass es zu Anzeichen für einen Befall kommt. Erkrankt der Hund jedoch oder ist aus einem anderen Grund (z.B. Wurmbefall) geschwächt, so vermehren sich die Milben plötzlich rasant und beeinträchtigen die Lebensqualität des Dobermanns.

Solch eine Beeinträchtigung zeigt sich beispielsweise durch:

  • Starken Juckreiz
  • Kahle Stellen im Fell
  • Schuppen
  • Ekzeme

Besonders häufig sind Milben am Bauch des Hundes anzutreffen, sie besiedeln Kopf und Ohren, verstecken sich zwischen den Zehen oder sitzen an den Ellbogen.

Mein Dobermann hat Milben im Ohr – Was muss ich machen?

Bei einem Befall mit Ohrmilben wird sich Ihr Dobermann sehr häufig den Kopf und natürlich speziell die Ohren kratzen. Dies kann zu Kratzern und offenen Wunden führen. Auch Schütteln und eine Schiefhaltung des Kopfes sind mögliche Anzeichen. Bewegt sich der Hund unkoordiniert oder hat andere Gleichgewichtsstörungen, ist die Anzahl der Parasiten meist schon sehr weit fortgeschritten und Sie sollten dringend handeln.

Sie selbst können dabei nicht wirklich etwas für Ihren Vierbeiner tun, weshalb Sie umgehend eine Tierarztpraxis aufsuchen sollten. Dort wird der Arzt das Ohr gründlich reinigen und desinfizieren. Um alle Milben erfolgreich abzutöten, wird anschließend ein Medikament in Form von Salbe oder Tropfen verabreicht. Zusätzlich erhält der Dobermann meistens noch ein Antibiotikum, damit die Wunden im Ohr keinen weiteren Schaden anrichten bzw. um eine bestehende Infektion zu bekämpfen. Lassen Sie Ohrmilben nicht oder zu spät behandeln, so kann dies Mittelohrentzündungen, Gleichgewichtsstörungen und Taubheit zur Folge haben.


Giardien

Giardien sind kleine Einzeller, welche im Darmtrakt des Hundes leben. Sie besiedeln bevorzugt die Schleimhäute des Dünndarms und können dort unbehandelt großen Schaden anrichten. Dies ist eine recht heimtückische Krankheit, denn oftmals werden Giardien erst sehr spät entdeckt, weil viele Hunde zunächst keine oder nur sehr unspezifische Krankheitsanzeichen zeigen.

Darmparasiten beim Dobermann: Giardien
Darmparasiten beim Dobermann: Giardien

Die Ansteckung ist sehr einfach. Sie erfolgt direkt oder indirekt über den infizierten Kot anderer Tiere. Denn in den Ausscheidungen enthalten sind die Zysten der Geißeltierchen, welche sehr widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse sind. Unter günstigen Bedingungen können sie sogar einige Monate überdauern.

Der Dobermann kann sich außerdem beim Spielen mit erkrankten Artgenossen anstecken, durch Aufnahme von kontaminiertem Wasser (Pfützen) oder beim Fressen von Futter oder Aas.

Was sind Symptome für einen Giardienbefall beim Dobermann?

Leider zeigt ein betroffener Hund nicht immer sofort Symptome. Ein erstes Anzeichen kann allerdings besonders hartnäckiger Durchfall sein, der nach einer Weile jedoch wieder verschwindet. Der Besitzer glaubt, eine Erkrankung sei damit ausgestanden, doch schon bald kehrt der Durchfall zurück. Es wird dann leider häufig eher auf Futterunverträglichkeit, Würmer oder Verdauungsprobleme geschlossen. Oftmals diagnostiziert der Tierarzt Giardien erst, wenn bestimmte Symptome nicht verschwinden wollen oder wenn die Behandlung anderer alternativen Krankheiten ausgeschöpft wurden und keine Besserung eintrat.

Neben Durchfall können weitere Anzeichen für Giardien sein:

  • Blutbeimengungen im Kot
  • Mit Schleim durchsetzter oder überzogener Kot
  • Gewichtsverlust, trotz guter Futteraufnahme
  • Würgen und Erbrechen
  • Bauchkrämpfe

Wie wird ein Befall mit Giardien behandelt?

Besteht der Verdacht auf Giardien, so wird der Veterinär dies durch eine Sammelkotprobe (über drei Tage) vom Labor bestätigen lassen. Ist der Dobermann von den Einzellern betroffen, so ist Panacur meist das Mittel der Wahl. Diese Wurmkur wirkt auch gegen die Geißeltierchen und rottet sie zuverlässig aus. Allerdings muss eine Behandlung nach einiger Zeit erneut erfolgen, da sich Giardien mitunter in die Galle zurückziehen, wenn die Wurmkur in den Darmtrakt gelangt. Zusätzlich wird ein Antibiotikum gegeben.

Mehrhundehalter sollten immer gleich alle Vierbeiner behandeln lassen, um eine Neuansteckung zu vermeiden. Ebenso sollte Hygiene oberstes Gebot im Haus haben und die Umgebung wie bei einem Flohbefall mitbehandelt werden. Auf Spaziergängen muss der Kot unbedingt restlos aufgesammelt werden, um andere Hunde aus der Nachbarschaft nicht zu infizieren.

Da Giardien zu den Zoonosen gehören, also auf den Menschen übertragbar sind, sollten Sie sich regelmäßig die Hände waschen und zu engen Kontakt zum Vierbeiner meiden. Am besten, Sie verbannen den Hund auch aus Ihrem Bett, falls er da normalerweise liegen darf.

Wie ist Ihre Erfahrung mit Parasiten beim Dobermann? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!

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