Urlaub mit Dobermann – Dobermann im Auto, Zug und Flugzeug

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Mit dem Dobermann im Auto, Zug und Flugzeug unterwegs

Jeder, der einen Dobermann als Haustier halten möchte, sollte sich darüber im klaren sein, dass die Urlaubsplanung für die nächsten 10-13 Jahre an Bedingungen geknüpft sein wird, Kompromisse gemacht werden müssen und manchmal auch einige Einschränkungen.

Doch da der Dobi in der Regel zur Familie gehört, wird allerdings gern mal auf eine Fernreise verzichtet und statt dessen das Auto gepackt, um gemeinsam mit dem Vierbeiner Spaß zu haben und die schönste Zeit des Jahres zu genießen.

Wie Sie und Ihr Dobermann am besten in die Ferien kommen, welche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen sind und wie es für alle ein erfolgreicher und entspannter Urlaub wird, lesen Sie hier.


Was sollte ich bei der Urlaubsplanung mit meinem Dobermann beachten?

Wer einen Hund hat, muss dies natürlich bei der Urlaubsplanung berücksichtigen. Einfach ein Hotel buchen oder gar einen Flug, das geht nicht. Vorab müssen sowohl die Anreise als auch die Gegebenheiten am Ferienziel vor Ort auf ihre Hundetauglichkeit hin überprüft werden, damit es hinterher keine bösen Überraschungen gibt.

  • Wohin soll die Reise gehen?
  • Wie erreichen Sie und vor allem der Dobi das Ferienziel am schnellsten bzw. komfortabelsten?
  • Gibt es Einreisebestimmungen für Hunde?
  • Ist das Land/der Ferienort hundefreundlich?
  • Gibt es Auflagen im Urlaubsland, wie Maulkorbpflicht oder Leinenzwang?
  • Falls Sie einen Badeurlaub planen: Sind Vierbeiner am Strand überhaupt erlaubt?
  • Gibt es spezielle Strandabschnitte für Hunde?
  • Sind Vierbeiner in der geplanten Unterkunft vor Ort gestattet?
  • Welche Ausstattung braucht der Dobi für die Reise (Eine Checkliste finden Sie weiter unten)?
  • Gibt es einen Tierarzt in der Nähe? Spricht dieser Deutsch, Englisch oder eine andere Ihnen bekannt Sprache?
  • Gibt es spezielle Risiken, wie landestypische Hundekrankheiten?
  • Mag der Dobi seine Transportkiste?
  • Ist das gewohnte Futter am Urlaubsort erhältlich?
  • Wird er schnell reisekrank?
  • Mag er lange Auto- oder Bahnfahrten?
  • Wohin mit dem Dobermann, wenn er doch mal nicht mitkann?

Für sicheres Reisen – Wie gewöhne ich meinen Dobermann an die Transportbox?

Eine Transportbox ist oft die sicherste Möglichkeit, den Hund zu transportieren und manchmal sogar unerlässlich (z.B. im Flugzeug). Wer den Dobermann schon früh an eine Box gewöhnt, hat oft leichtes Spiel, da Welpen alles neugierig erkunden und schnell akzeptieren. Allerdings kann auch ein ausgewachsener Dobi noch sanft an solch eine Kiste herangeführt werden. Im besten Falle akzeptiert der Hund die Transportbox als Rückzugsort und Schlafplatz. So wird er sich dort stets wohl und sicher fühlen.

1. Stellen Sie die Box in der Wohnung auf. Legen Sie eine Decke oder ein Kissen hinein, um es gemütlicher zu machen.
2. Öffnen Sie die Türe weit oder hängen SIe diese aus. Ist die Kiste teilbar, können Sie den oberen Teil zunächst abnehmen.
3. Der Dobi wird das Objekt neugierig inspizieren. Kennt er das Klickertraining, so können Sie ihn positiv dabei unterstützen.
4. Um es interessanter zu machen, legen Sie ein neues Spielzeug in die Kiste oder einen begehrten Happen.
5. Loben, loben, loben, wenn Ihr Dobermann in die Kiste geht.
6. Legt er sich hin und schläft oder entspannt darin, sind Sie auf dem besten Wege.
7. Versuchen Sie nun das Gleiche mit komplett montierter Kiste.
8. Akzeptiert der Dobi auch dies als Schlafraum, so können Sie die Türe für einige wenige Augenblicke schließen.
9. Bleibt er entspannt, wird gelobt. Wird er unruhig und nervös, reden Sie ihm gut zu und warten Sie mit dem Öffnen der Türe, bis er ruhiger ist. Sonst lernt er: Ich mache Theater und darf sofort hinaus!
10. Halten Sie nun die Türe immer etwas länger geschlossen und gehen Sie hin und wieder aus dem Raum.
11. Der Dobermann mag seine neue Höhle? Prima, dann wird die Box nun auch an anderen Orten aufgestellt. Küche, Garten, Flur usw. damit der Hund lernt, dass die Kiste nicht immer an der gleichen Stelle steht.
12. Irgendwann platzieren Sie die Transportbox schließlich im Auto. Auf dem Rücksitz oder besser noch im Kofferraum. Ihr Hund soll zunächst nur für wenige Augenblicke hinein.
13. Schließen Sie die Kiste und schließlich auch den Kofferraum/die Wagentür. Starten Sie den Wagen, fahren Sie aber noch nicht los.
14. Nach einer Weile können Sie kleine Fahrten unternehmen. Die Strecke wird dann langsam ausgeweitet.
15. Am Anfang ist es sinnvoll, an Orte zu fahren, die für den Dobermann interessant sind. Die Hundeschule oder ein neuer Ort zum Gassigehen zum Beispiel. So lernt Ihr Hund ganz schnell, dass sich Fahrten in der Kiste durchaus lohnen.


Wie fährt mein Dobermann sicher im Auto mit?

Die meisten Hundebesitzer bevorzugen den Pkw, wenn es mit dem Vierbeiner in die Ferien geht. Und das hat gute Gründe:

  • Sie bestimmen, zu welcher Tageszeit Sie fahren möchten
  • Hundezubehör ist schnell griffbereit und Sie können alles mitnehmen, was Sie möchten
  • Sie können so viele Pausen machen wie nötig
  • Unterwegs kann der Hund sich problemlos und fast jederzeit lösen
  • Es kann kurz getobt, gespielt oder spazierengegangen werden

Die Verkehrssicherheit Ihres Pkw darf durch Ladung oder Besetzung (also auch Hunde) nicht beeinträchtigt werden (§ 23 Straßenverkehrsordnung). Der Dobi darf also weder den Fahrer behindern, noch ihn oder andere Insassen gefährden. Und natürlich soll der Dobermann bei einem Unfall ebenfalls keinen Schaden nehmen. Um einen sicheren Transport im Pkw zu gewährleisten, haben Sie folgende Möglichkeiten:

  • Transportbox
  • Anschnallgurt mit Hundegeschirr
  • Kofferraum

Ein fest (!) installiertes Trenngitter zwischen Innenraum und Kofferraum ist eine gute Lösung, wenn es um komfortables Reisen für den Dobi geht. Er hat seinen eigenen Bereich im Kofferraum und kann sich dort ausstrecken und aus dem Fenster sehen. Für die zweibeinigen Mitreisenden ist dies ebenfalls eine sichere Variante, denn sie haben Sichtkontakt zum Hund und sind bei einem Unfall ausreichend geschützt. Letzteres gilt allerdings nicht unbedingt für den Dobermann. Bei einem Auffahrunfall beispielsweise bleibt manchmal zu viel Spielraum, da der Platz (z.B. in einem Kombikofferaum) zu großzügig ist und der Hund umhergeschleudert werden könnte.

Besser ist eine, am besten ebenfalls fest installierte, Transportbox im Kofferraum. Sie sollte auch unfixiert immer quer zu Fahrtrichtung ausgerichtet werden. So hat der Dobi die größtmöglichen Überlebenschancen bei einem Crash. Ist der Kofferraum Ihres Pkw nicht geeignet für einen Transport, so sollte die Box auch auf dem Rücksitz immer quer zur Fahrtrichtung stehen. Aber dies dürfte bei den Dimensionen einer Dobi-Transportkiste ohnehin die einzige Möglichkeit sein.

Übrigens: Am besten und sichersten (für vier- und zweibeinige Insassen) ist eine Kombination aus Transportkiste und Trenngitter.

Wie kann ich meinen Dobermann im Auto anschnallen?

Möchten Sie eine sperrige Transportbox weder im Kofferraum, noch auf der Rückbank haben, so gibt es die Alternative eines Hundegurtes. Dies ist ein eigens entwickeltes Anschnallsystem für Vierbeiner.

Es besteht aus einem robusten Sicherheitsgeschirr, das an der Brust meist besonders gepolstert ist, und einem verstellbaren Gurt, der in die Anschnallvorrichtung im Auto eingeklickt oder anderweitig an den Sicherheitsgurten befestigt wird. Verwenden Sie bitte nur Zwei-Punkt-Hundegurte. Gurte mit nur einer Anbindung leisten keinen sicheren Schutz, halten den Belastungen bei einem Aufprall oft nicht stand und der Dobermann wird durchs Fahrzeug geschleudert.
Prima sind hingegen Sicherheitssysteme mit Isofix-Befestigung, wie sie auch für Kindersitze genutzt werden. Außerdem sollte auf eine kurze Gurtlänge geachtet werden, da der Dobi natürlich so weit geschleudert werden kann, wie die Länge des Gurtes es zulässt. Es gibt mittlerweile auch crashtestgeprüfte Modelle, die entsprechend ausgewiesen sind.


Wie kann ich mein Auto noch für den Urlaub mit Dobermann vorbereiten?

Selbstverständlich möchten nicht nur Sie komfortabel reisen, sondern der Hund hat es natürlich auch gern bequem während der Fahrt. Hier ist einiges nützliches Zubehör, dass die Anreise zum Ferienziel etwas angenehmer macht:

  • Gelenkschonende Einstiegsrampe fürs Auto. Besonders geeignet für junge Dobis und Hundesenioren.
  • Wasserabweisende Schmutzdecke für den Kofferraum oder die Rücksitzbank. So können dreckige Pfoten und regennasses Fell Ihren Autositzen nichts anhaben.
  • Platzsparende faltbare Reisenäpfe für Wasser und Futter unterwegs.
  • Aufblasbare Rücksitzverbreiterung. So hat der Dobermann mehr Platz, kann sich ausstrecken und nicht in den Fußraum fallen.
  • Frischluftgitter zum Einklemmen ins Fenster. So weht dem Hund ein frischer Wind um die Nase, ohne dass er den Kopf aus dem Fenster halten kann. Herausspringen geht nicht und eine Bindehautentzündung gibt es auch nicht.
  • Damit der Dobermann nicht versehentlich auf die Vordersitze springt und so den Fahrer behindert, können Sie eine Vordersitzbarriere anbringen.

Noch mehr Tipps für entspannte Autoreisen mit dem Dobi

  • Ein Auto mit Klimaanlage ist prima. Besonders, wenn Sie im Sommer verreisen.
  • Ansonsten bevorzugen Sie unbedingt Nachtfahrten oder starten Sie die Reise am frühen Morgen oder Abend.
  • Denken Sie bei der Verpflegung auch an den Dobermann! Halten Sie Snacks bereits. Bei langen Reisen sollte auch eine richtige Mahlzeit zwischendurch gefüttert werden.
  • Ganz wichtig: Ausreichend Wasser für unterwegs! Am besten gekühlt in einer Thermoskanne. Stehen Sie doch einmal in der prallen Sonne im Stau, so bieten Sie dem Dobi ebenfalls unbedingt etwas an. Droht Überhitzung, wickeln Sie ein nasses Handtuch oder T-Shirt um den Hund.
  • Ist die Anfahrt sehr lang, so machen Sie genügend Pausen. Beschäftigen Sie den Hund mit Spielen, Apportieren, Spazierengehen und bieten Sie etwas zum Zeitvertreib im Auto an. Einen gut gefüllten Kong beispielsweise.

Wichtig:
NIEMALS den Hund im Wagen zurücklassen. Ganz besonders nicht bei warmen Temperaturen. Selbst im Schatten und mit offenen Fenstern heizt das Wageninnere sehr schnell extrem auf. Jeder, der schon einmal im Sommer ein paar Minuten im Auto an der roten Ampel stand oder gar im Stau, weiß das. Der Dobermann kann nicht schwitzen, um sich abzukühlen und allein durchs Hecheln ist die Regulierung der Körpertemperatur irgendwann nicht mehr möglich. Der Hund verendet in wenigen Minuten qualvoll.


Kann ich mit meinem Dobermann in den Urlaub fliegen?

Prinzipiell können Sie mit Ihrem Dobermann auch in die Ferien fliegen. Die Frage lautet aber eher, ob Sie dem Vierbeiner diese Strapaze für 1 oder 2 Wochen Badeurlaub antun möchten. Besonders Langstreckenflüge können sehr stressig und belastbar sein. Der Dobermann ist nämlich bei Weitem zu groß, um in der Passagierkabine zu reisen (einzige Ausnahme: Blindenhund) und muss darum in einen klimatisierten Fracht- bzw. Gepäckbereich. Hier muss er den Flug alleine verbringen, was sehr beängstigend und mitunter auch gefährlich sein kann.

Außerdem hört man immer wieder Schreckgeschichten, dass diese Räume nicht ausreichend belüftet oder temperiert sind und die Hunde darin elendig ersticken oder erfrieren. Oder sie werden gar versehentlich in die Gepäckaufbewahrung geschoben, wo es keinen Druckausgleich und keine Klimatisierung während des Fluges gibt.
Steht die Maschine lange Zeit auf dem Rollfeld und verzögert sich der Start, so ist auch extreme Hitze möglich, die dem Vierbeiner gefährlich werden kann. Vermeiden Sie auf jeden Fall Zwischenlandungen, da Sie nie sicher sein können, wie Ihr Hund während des Aufenthalts dort behandelt wird. Er bekommt vermutlich kein Wasser, steht womöglich in Hitze oder Kälte irgendwo in seiner Box rum und ist verstört.

Ob Hunde generell an Bord eines Flugzeuges erlaubt sind, hängt allein von der jeweiligen Airline ab. Nicht jede Fluggesellschaft duldet Tiere an Bord, weshalb Sie sich so früh wie möglich erkundigen sollten, ehe Sie Tickets verbindlich buchen. Holen Sie dabei ebenfalls Informationen ein, unter welchen Voraussetzungen der Dobermann transportiert werden kann und was Sie sonst noch beachten müssen.

Wie bereite ich die Transportbox auf den Flug vor?

  • Achten Sie auf geeignete Maße der Transportbox. Ihr Dobermann sollte ohne große Probleme darin stehen und sich umdrehen können.
  • Malen Sie Pfeile auf die Box, damit für das Flughafenpersonal ersichtlich ist, wo oben ist.
  • Ein Schriftzug “Lebendes Tier” oder Ähnliches verschafft Ihrem Dobermann mehr Aufmerksamkeit und Umsicht.
  • Wenn Sie mögen, schreiben Sie den Namen Ihres Hundes auf die Box. Dies gibt eine persönliche Note und Personal kann den Dobi ansprechen.
  • Anstatt Wasser füllen Sie besser Eiswürfel in den Trinkbehälter der Transportbox.
  • Richten Sie die Transportbox bequem her und verwenden Sie darunter saugfähige Unterlagen. Falls vor Aufregung oder weil es zu lange dauert, doch ein Malheur passiert.
  • Geben Sie dem Hund ein interessantes Spielzeug mit in die Kiste oder einen leckeren Kausnack.

Für jeden Besitzer ist es eine Horrorvorstellung, dass der Hund womöglich in das falsche Flugzeug verladen oder am Rollfeld vergessen wird. Damit der Hund eindeutig zugeordnet werden kann und das Flughafenpersonal im Ernstfall weiß, wer zu kontaktieren ist, befestigen Sie eine Klarsichthülle an der Box mit allen wichtigen Informationen zu Ihrem Hund:

  • Ihr Name, inkl. Heim- und Urlaubsadresse sowie Telefonnummer
  • Name des Hundes
  • Alter
  • Rasse
  • Ein Foto zur genauen Identifizierung
  • Auf Besonderheiten hinweisen, wie Allergien, Medikamente, Verhalten usw.
  • Chipnummer
  • Kopie Impfbuch/Heimtierausweis
  • Notfallkontakt im Heimatland (wurde der Dobi nicht verladen, so könnte ihn z.B. jemand abholen)

Weite Tipps für das Fliegen mit Dobermann:

  • Fliegen Sie ausschließlich mit Airlines, die Erfahrung mit Tiertransporten haben und Vierbeiner häufig an Bord begrüßen
  • Buchen Sie IMMER einen Direktflug
  • Fliegen Sie keine Langstreckenflüge
  • Nehmen Sie den Dobermann nur mit in den Flieger, wenn Sie sehr lange verreisen oder auswandern. Ansonsten ist er besser in einer Hundepension aufgehoben
  • Fliegen Sie nicht bei extremen (kalten oder warmen) Temperaturen. Es gibt sogar Fluggesellschaften, die transportieren Tiere nur in gewissen Monaten.
  • Füttern Sie rund 12 Stunden vor Abflug das letzte Mal.
  • Gehen Sie mit dem Hund vorher mehrmals und ausreichend Gassi. Auch kurz vor dem Einchecken, wenn möglich.
  • Fragen Sie nach, ob Sie beim Verladen des Dobermanns zusehen können, um sicher zu sein, dass die Box an Bord gebracht wird.
  • Besprechen Sie mit dem Tierarzt, ob ein Beruhigungsmittel sinnvoll wäre. Beachten Sie jedoch, dass solche Medikamente in der Luft oft eine stärkere Wirkung entfalten, als am Boden.
  • Ihr Dobermann sollte einen Adressanhänger am Halsband tragen, damit er im Notfall identifiziert und zugeordnet werden kann.
  • Verzögert sich ihr Flug, sollten Sie die Besatzung darauf aufmerksam machen, dass ein Hund an Bord ist. Je nachdem, wo der Vierbeiner im Flieger untergebracht ist, könnte jemand nach ihm sehen oder die Box muss noch einmal entladen werden, um beispielsweise eine Überhitzung zu vermeiden.
  • Holen Sie den Hund ohne Umschweife ab, nachdem Sie gelandet sind.

Darf der Dobermann mit in den Zug? – Entspanntes Reisen mit der Bahn

Bahnreisen mit Hund sind normalerweise kein Problem. Je nach Bahngesellschaft kann es allerdings unterschiedliche Auflagen geben, unter denen große und kleine Vierbeiner transportiert werden. Erkundigen Sie sich darum unbedingt vor Reiseantritt bei den in- und ausländischen Betreibern nach den Voraussetzungen für den Transport. Die Deutsche Bahn verlangt zum Beispiel das Tragen eines Maulkorbes und hat strikte Leinenpflicht. Daran sollten Sie sich unbedingt halten, da der Schaffner Sie ansonsten des Zuges verweisen kann. Im Speisewagen hat Ihr Dobermann außerdem nichts zu suchen, und auch wenn die Bahn halb leer ist, so darf der Hund nicht auf freien Sitzen sein Nickerchen machen oder darauf sitzen.

Innerhalb Deutschlands zahlt der Dobi immer den halben Fahrpreis (Normal- und Sparpreise). Geht es auf große Reise über die Grenze hinaus, so müssen Sie ein Kinderticket für die 2. Klasse kaufen. Nur bei City Night Line und in Autozügen gibt es eine Pauschale für den Hund. Allerdings darf Ihr Liebling hier nur an Bord, wenn Sie ein komplettes Abteil zur alleinigen Nutzung gebucht haben.

Nützliche Tipps für Zugreisen mit Dobermann

  • Ihr Hund sollte das Bahnfahren bereits kennen, ehe Sie mit ihm in den Urlaub fahren. Üben Sie auf kurzen Strecken.
  • Vermeiden Sie Hauptverkehrszeiten während des Berufsverkehrs oder Zugfahrten am Wochenende.
  • Die letzte Mahlzeit sollte leicht sein und mehrere Stunden vor der Abfahrt erfolgen.
  • Gönnen Sie dem Dobi eine letzte ausgiebige Gassirunde, damit er entspannt und ein bisschen müde ist. Kurz vorm Einsteigen sollte er sich außerdem ein letztes Mal kurz lösen können.
  • Eine Direktfahrt mag für Sie zwar bequemer sein, ist die Reise jedoch sehr lang, so können ein oder mehrere Zwischenstopps dem Dobermann die Möglichkeit geben, sich die Beine zu vertreten und sein Geschäft zu erledigen. Natürlich sollten die Warte- oder Umstiegszeiten entsprechend lang eingeplant werden.
  • Der Dobermann sollte jederzeit unter Aufsicht sein. Möchten Sie etwas im Speisewagen essen oder müssen auf die Toilette, sollte eine andere Person aufpassen.
  • Bieten Sie ausreichend Beschäftigung an. Ein Spielzeug, ein schmackhafter Kauknochen usw. vertreiben die Zeit.
  • Denken Sie an Futter und Wasser, besonders bei langen Anfahrten.
  • Wenn möglich sollten Sie mit dem Nachtzug fahren. Genau wie zu Hause muss der Hund während dieser Zeit nicht zum Spazieren raus, weil er schläft.
  • Unbedingt dran denken: Kot- oder Müllbeutel, Feuchttücher, Raumspray, Küchenrolle etc. So sind Sie gewappnet, falls doch mal ein ungeplantes Geschäft passiert.

Ist Camping mit dem Dobermann eine Alternative zu Auto, Zug und Flugzeug?

Beim Camping sind Sie sehr flexibel. Um hundefreundliche Hotels brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Auch nicht darum, ob Ihr Dobermann womöglich versehentlich etwas in der Ferienwohnung zerstört. Hunde sind am Strand nicht erlaubt? Der Ferienort gefällt nicht? Selbst für den seltenen Fall, dass Sie mal einen Campingplatz erwischen, der keine Haustiere duldet, so ist sogar das kein Problem. Einfach einpacken und weiterfahren! In Wohnmobil und Co. ist immer ein Plätzchen für den Dobi frei.

Viele Hundebesitzer haben durch Ihre Vierbeiner überhaupt erst die Vorteile des Campings für sich entdeckt:

  • Pausen, Stopps und Übernachtungen, wie und wo es gefällt. Das Mini-Apartement ist bei Wohnmobil und Caravan immer dabei.
  • Weite Reisen sind möglich und komfortabler als mit dem Auto.
  • Der Dobermann ist in seinem gewohnten “Urlaubsumfeld” und muss sich nicht an fremde Hotels und andere Unterkünfte gewöhnen.
  • Futter kann (anders als im Auto) auch in größeren Mengen transportiert werden. Es bleibt trotzdem noch genügend Platz für das Gepäck der Zweibeiner.
  • Gehen Sie einkaufen oder der Dobi muss anderweitig für eine kurze Zeit warten, ist dies im Wohnwagen angenehmer für den Hund als im kleinen Pkw.

Doch Vorsicht:
Für Wohnmobile und Wohnwagen gelten die gleichen Hinweise, wie für das Warten im Auto. Denn auch das Mobilheim heizt sich selbst bei vermeintlich milden Temperaturen schnell auf und wird unter Umständen zur tödlichen Gefahr für den Dobermann. Im Sommer sollte der Hund darum nie dort alleingelassen werden, es sei denn, sie verfügen über eine zuverlässige Klimaanlage. Doch selbst in diesem Fall sollte Ihre Abwesenheit sehr kurz bemessen sein und ein paar Minuten nicht überschreiten.

Wie fährt der Dobermann sicher im Mobilheim mit?

Fahren SIe mit Wohnanhänger in den Urlaub, so fährt der Dobermann natürlich vorne bei Ihnen im Auto mit und ist keinesfalls allein im Caravan. Sie müssen ihn dementsprechend mit Geschirr, Transportbox usw. sichern (siehe oben). Ein wenig anders und kniffliger ist der Transport im Wohnmobil. Hier kann ein solides Sicherheitsgeschirr verwendet werden. Dazu muss der Dobi während der Fahrt auf der Dinette sitzen. Eine Transportkiste könnte auch unter dem Esstisch platziert und mit Gurten rutschsicher verzurrt werden. Passt die Box durch die Badezimmertür und ist dort ausreichend Platz, so kann der Dobermann auch dort untergebracht werden. Der Nachteil hierbei: Kein Sichtkontakt.

Auf gar keinen Fall sollte Ihr Dobi ungesichert und frei im Mobilheim herumlaufen, auch wenn die Versuchung in der kleinen “Wohnung” groß ist. Kommt es zu einem Unfall, kann dies tödlich für den Hund enden und auch für Sie geht eine nicht zu unterschätzende Gefahr von Ihrem Vierbeiner aus. Mal abgesehen davon, dass Sie sich strafbar machen und Geldbußen sowie Punkte in Flensburg drohen.
Da Campingurlaub wieder stark im Kommen ist und unter den Fans viele Hundefreunde sind, haben einige Wohnmobilhersteller das Problem schon längst erkannt und bieten Sonderanfertigungen und Umbauten an. Eine fest installierte Transportbox unter dem Bett ist beispielsweise ein angenehmer Transportplatz und fügt sich fast unsichtbar in das Interior ein, da sie an den Einrichtungsstil angepasst wurde. Oder wie wäre es mit einem komfortablen Reiseplatz in der ausgebauten Heckgarage? Hier kann sogar oftmals mehr als ein Hund mitfahren.


An alles gedacht? – Was gehört ins Reisegepäck des Dobermanns?

  • Leine (evtl. Ersatzleine)
  • Halsband und/oder Geschirr
  • Kotbeutel, Küchenrolle, Feuchttücher
  • Trink- und Futternäpfe
  • Gewohntes Hundefutter, falls am Urlaubsort nicht erhältlich
  • Maulkorb
  • Gelbes Impfheft (nur im Inland) oder EU-Heimtierausweis
  • Reisedokumente (Ticket für die Bahn / Flugticket o.Ä.)
  • Mikrochipnummer und ggf. Telefonnummer von Tasso (falls Ihr Hund wegläuft / gestohlen wird)
  • Transportbox oder Sicherheitsgeschirr
  • Decke/Hundebett
  • Handtücher (vor allem bei Reisen ans Meer)
  • Spielzeug/Kauartikel
  • Pflegeutensilien (z.B. Zeckenzange, Bürste)
  • Kopie der Hundehaftpflicht
  • Reiseapotheke
  • Telefonnummern von Tierärzten vor Ort
  • Fotoapparat/Videokamera für schöne Erinnerungen

Mein Dobermann kann nicht mit in den Urlaub – Was nun?

Es gibt immer Situationen, in denen der Hund einmal nicht mit kann oder sollte. Vielleicht planen Sie Ihre Hochzeitsreise in die tropische Ferne? Sie müssen geschäftlich verreisen? Der Städtetrip mit Museumstour und vielen Besichtigungen ist nicht besonders praktikabel mit Vierbeiner? Die Anreise oder das Klima vor Ort ist zu belastend oder der Dobermann zu alt? Was auch immer Sie davon abhält, Ihren Liebling mit in die Ferien zu nehmen, natürlich möchten Sie ihn in guten Händen wissen, wenn er daheim bleiben muss.

Sie haben folgende Möglichkeiten, um Ihrem Hund eine angenehme und möglichst stressfreie Zeit in Ihrer Abwesenheit zu bereiten:

  1. Familie, Freunde oder Bekannte, die Ihren Vierbeiner kennen und gerne aufpassen
  2. Bezahlte Tiersitter, die während Ihrer Abwesenheit bei Ihnen wohnen (Hund bleibt im gewohnten Umfeld) oder den Dobi bei sich aufnehmen
  3. Ein professionelles Hundehotel
  4. Urlaubspaten, die Ihren Dobermann kostenlos betreuen, wenn Sie dafür im Gegenzug auf den Hund (die Katze, den Vogel etc.) aufpassen, wenn der Pate selbst in die Ferien fährt.

Schön, wenn Sie eine Lösung gefunden haben, wo der Dobermann während Ihrer Abwesenheit bleiben kann. Damit es jedoch zu keinen Trennungsängsten oder Depressionen kommt, wenn Sie schließlich in den Urlaub fahren und der Dobi zurückbleibt, sollte er schon früh an seine neue Unterkunft bzw. Betreuung gewöhnt werden.

Geben Sie den Dobermann darum bereits lange vorher zum Probewohnen ab, um seine Reaktion zu testen und ihm das Zuhause auf Zeit schmackhaft zu machen. Eine Nacht oder ein Wochenende in der Hundepension kann zum Beispiel sehr aufregend und spannend sein. Dort gibt es viele andere Hunde zum Spielen und oftmals ein regelrechtes Unterhaltungsprogramm für die vierbeinigen Gäste. Bleibt der Dobermann bei Freunden, nehmen Sie ihn vor dem Urlaub häufig auf einen Besuch dorthin mit und lassen ihn schließlich für ein oder zwei Tage dort. Je vertrauter der Hund mit seiner vorübergehenden Unterkunft ist, umso weniger Probleme wird er haben und Sie können Ihren Urlaub ganz entspannt genießen.

Wie erkenne ich eine gute Hundepension für meinen Dobermann?

Gute Hundehotels bieten eine solide Betreuung und viel Abwechslung für die Vierbeiner. Bei so viel Action vergehen die Tage dort wie im Flug und gemeinsam mit vielen Spielkameraden kann getobt und gespielt werden. Natürlich wird Ihr Dobermann Sie trotzdem schmerzlich vermissen, immerhin sind Sie und Ihre Familie sein geliebtes Rudel. Jedoch können Sie bei der Auswahl der Hundepension auf einiges achten, damit der Aufenthalt dort so angenehm und stressfrei wie möglich verläuft. Hier einige Punkte, an denen Sie eine gute Betreuung und ein seriöses Hundehotel erkennen:

  • Saubere Räumlichkeiten
  • Es riecht nicht übermäßíg nach Hund
  • Es gibt (grüne) Außenanlagen zum Spielen und geschützte Innenräume
  • Das Pflegepersonal ist freundlich, tierlieb und natürlich im Umgang mit Hunden geschult
  • Jeder Hund wird täglich Gassi geführt, darf (mit anderen Hunden) in den großen Freilauf und bekommt Spielzeiten mit einem Betreuer
  • Es gibt Einzel- oder Gruppenzimmer, je nach Verträglichkeit des Hundes
  • Für Mehrhundehalter gibt es auf Wunsch größere Unterkünfte, damit alle Vierbeiner gemeinsam untergebracht werden können.
  • Für alte, kranke, pflegebedürftige oder unverträgliche Hunde gibt es ebenfalls Sonderzimmer
  • Die Zimmer haben einen eigenen Freilauf
  • Eine tiermedizinische Versorgung ist (auch für Notfälle) rund um die Uhr sichergestellt
  • Es wird eingegangen auf Futterwünsche und Medikamente werden gewissenhaft verabreicht
  • Rücksicht und besondere Pflege für Hunde mit Allergien, Krankheiten, Läufigkeit und Senioren
  • Die Hunde werden gebürstet und gepflegt, auf Wunsch kommt ein Hundefriseur
  • Abhol- und Bringservice
  • Es gibt Impf-, Hygiene und andere Gesundheitsvorschriften, um Ansteckungen mit Krankheiten oder Parasiten zu vermeiden
  • Einige bieten einen Probeaufenthalt an, z.B. für mehrere Stunden, einen Tag oder über Nacht
  • Manchmal gibt es Webcams in den Zimmern oder im Auslauf, sodass Besitzer Ihren Liebling am Ferienort beobachten können

Auch zu Hause ist es schön – Ferien mit dem Dobermann auf Balkonien

Wer sagt denn, dass Urlaub nur in der Ferne möglich ist? Auch zu Hause können Sie es sich und Ihrem Dobermann gemütlich, bequem, spannend oder aufregend machen und die schönsten Wochen des Jahres gemeinsam und am besten aktiv gestalten. Der Dobermann wird sich freuen, sein Rudel mal den ganzen Tag um sich zu haben und genießt die Unternehmungen mit Ihnen.

Besonders toll sind ausgedehnte Spaziergänge, Wanderungen oder auch Radtouren. Für Letzteres sollte der Dobermann natürlich ans Laufen neben dem Fahrrad gewöhnt sein. Am besten beginnen Sie damit, den Drahtesel bei den gewohnten Gassirunden einfach zwischen sich und dem Dobi herzuschieben, damit das Gefährt seinen Schrecken verliert. Vergessen Sie die Leckerchen nicht!
Soll der Hund schließlich nebenher laufen, während Sie fahren, so kann er dies (wo es möglich ist) entweder ohne Leine tun, oder Sie benutzen zur Sicherheit einen Fahrradhalter, z.B. einen Dogrunner oder Springer. Dieser wird am hinteren Rad befestigt und besteht aus einem Rohrstück und einer Stahlfeder.

Vorteile des Fahrradhalters:

  • Sie haben die Hände frei zum Lenken
  • Der Hund wird über den Fahrradhalter direkt am Fahrrad befestigt
  • Er wird auf Abstand gehalten und kann nicht in die Speichen oder vor das Fahrrad laufen
  • Ziehen und Rucken des Dobis werden abgefedert und bringen Sie nicht so leicht aus dem Gleichgewicht
  • Ein Sicherrungsring gibt den Hund frei, wenn die Leine sich in einem Gegenstand oder Hindernis verwickelt
  • Es gibt TÜV-geprüfte Modelle

Fahren SIe zunächst kurze Strecken und möglichst langsam. Wiederholen Sie dies ein paar Male, ehe Sie das Tempo anziehen und der Dobermann auch länger neben dem Rad herläuft. Wie weit und schnell Sie fahren, hängt natürlich auch von der Kondition Ihres Hundes ab. Bei langen Touren empfiehlt es sich häufiger kleine Pausen einzulegen und eine Trinkschüssel sowie frisches Wasser mitzunehmen.
Ältere Dobis können alternativ auch in einem Fahrradanhänger transportiert werden, wenn Sie vom Laufen müde und aus der Puste sind. Er kann dort den Rest der Radtour verbringen und es sich gemütlich machen, und ist trotzdem ganz nah bei seinem Rudel und verpasst nichts.

Auch andere Unternehmungen wird der Dobermann lieben. Machen Sie einen Ausflug zum Strand oder an den nächsten See. Gehen Sie an anderen Orten als sonst Gassi, machen Sie einen Schnupperkurs für eine Hundesportart oder probieren Sie ein paar neue Tricks und Kunststücke. Der Dobermann ist sehr unternehmungslustig und agil und wird die Zeit mit Ihnen daheim oder in der Ferne in vollen Zügen genießen.

Wo machen Sie mit Ihrem Dobermann Urlaub? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!

Ein Gedanke zu „Urlaub mit Dobermann – Dobermann im Auto, Zug und Flugzeug

  1. Wir fahren mit Deutscher Dogge und 6 monate jungen Dobi nach Bulgarien, sehr nette Leute und tierlieb. Dogge ist 3 1/2 J. und fährt zum 2. Mal mit und war bei insgesamt 28 Std sichtlich erschöpft aber erholte sich innerhalb von Minuten und lief inspirierend umher! Selbstverständlich sind ausgiebige Ausläufe unerlässlich. Über die Zeit der Fahrt wurde sie bei Ausläufen in kleinen Rationen gefüttert und der Fahrplan wurde aus diese Zeiten ausgelegt.

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